2024


 

Donnerstag, 11 Juli 2024, 18-19:30 Uhr

Liebe Mitglieder und Freundinnen der Deutsch-Indischen Gesellschaft Köln e.V., wir laden euch herzlichst zu dem spannenden ethnografischen Film über das ekstatisch-rituelle Bharani-Fest, ins
SASOA Institut, Liliencronstraße 6, Seminarraum (EG 0.02), 50931 Köln, ein.

The Story of the Anklet:
Talk and Ethnographic Film Screening


Filmvorführung und Gespräch mit Prof. Dr. K. V. Cybil,
Department of Humanistic Studies, IIT, Banaras Hindu University (India)

This ethnografic film depicts the fascinating, ecstatic ritual festival of Bharani at Kurumba temple in Kodungallure (Kerala, South India). One witnesses bands of unvanquished tribal sovereignty of devotion descending over the temple in a rebellious attire of the goddess Kannaki – a character in the Tamil epic Cilappatikaram – who burnt the town of Madurai down to ashes avenging her husband killed by the king after a dispute over an anklet. The film and my talk will be an attempt to situate the epic story in the regional and social topographies of the place Kodungallure and its historic location in the popular narratives of origin.

Dr. K. V. Cybil
is Associate Professor at the Indian Institute of Technology (IIT) at Banaras Hindu University (India). His areas of interest are sociology and social anthropology in India; ethnography of performance, theater, music, and rituals; post-colonialism and the interdisciplinary dialogues on Dalit literature in Inda; political thought, democracy, and secularism.

Ort
Institut für Südasien- u. Südostasienstudien (SASOA), Liliencronstr. 6, Seminarraum (EG 0.02), 50931 Köln

Dieser ethnografische Film schildert das faszinierende, ekstatische rituelle Bharani-Fest im Kurumba-Tempel in Kodungallure (Kerala, Südindien). Man wird Zeuge, wie Banden unbesiegter Stammesherrschaft in einem rebellischen Gewand der Göttin Kannaki - einer Figur aus dem tamilischen Epos Cilappatikaram - über den Tempel herfallen, die die Stadt Madurai in Schutt und Asche gelegt hat, um ihren Mann zu rächen, der vom König nach einem Streit um ein Fußkettchen getötet wurde. Der Film und der Vortrag sind ein Versuch, die epische Geschichte in die regionale und soziale Topographie des Ortes Kodungallure und seine historische Verortung in den populären Ursprungserzählungen einzuordnen.

Dr. K. V. Cybil ist außerordentlicher Professor am Indian Institute of Technology (IIT) der Banaras Hindu University (Indien). Seine Interessengebiete sind Soziologie und Sozialanthropologie in Indien; Ethnographie von Performance, Theater, Musik und Ritualen; Postkolonialismus und interdisziplinäre Dialoge über Dalit-Literatur in Indien; politisches Denken, Demokratie und Säkularismus.



Samstag, den 6. Juli 2024

KALAMKARI PERFORMANCE
INDISCHE STOFFMALEREI UND KLASSISCH INDISCHER TANZ MIT MADHAVI
Veranstalter: Deutsch-Indische Gesellschaft e.V. Köln, www.digkoeln.de

19:30 Uhr Beginn
19:00Uhr Einlass
Welträume Köln, Lochnerstr. 12-14, 50674 Köln
Eintritt: 12 / 10 Euro. Vorverkauf: tanz@digkoeln.de

Madhavi entführt Sie in die magische Welt indischer Mythologie. Sie hat eine Auswahl ihrer schönsten Exponate aus ihrer über viele Jahre in Indien zusammengetragenen Kalamkari Sammlung mitgebracht. Kalamkaris sind mit Naturfarben handgemalte Stoffbilder aus Südindien (vorwiegend aus Tamil Nadu und Andhra Pradesh).

Nach einer kurzen Einführung in die Hintergründe der Kalamkaris werden die dargestellten Gottheiten des Hindu Pantheaons durch Madhavis beeindruckenden Tanz im klassisch südindischen Tanzstil Bharata Natyam lebendig.

Erleben Sie Gott Shiva, den Gott des kosmischen Tanzes, seine Söhne Ganesha und Murugan und natürlich die grosse Göttin in ihren vielen Facetten.
Geschichtenerzähler, die mit gemalten Stoffbilderrollen von Dorf zu Dorf ziehen gibt es in Indien seit dem 2.Jhd vor Christus. Durch Erzählung, Gebärden und Tanz in moderner Form knüpft Madhavi auf diese Weise an alte Erzähltraditionen indischer Barden an.

Madhavi (Margit Kuffemann) ist Theaterwissenschaftlerin (M.A.) und eine in Indien ausgebildete Bharata Natyam Tänzerin sowie eine leidenschaftliche Geschichten-Erzählerin und Geschichten-Tänzerin. Als Vermittlerin zwischen den Kulturen ist sie Kulturbotschafterin zwischen Ost und West. Mehr als ein Jahrzehnt hat Madhavi bereits ihr Publikum während der Kölner Indienwoche und auch zur grossen Sonderausstellung ‘Rama und Sita’ 2012 im Rautenstrauch - Joest Museum mit ihrer ‘Getanzten Führung’ in ihren Bann gezogen.

Lassen auch Sie sich in eine fremde faszinierende Welt entführen.
Willkommen zu diesem einmaligen Gastspiel in Köln.


 

Mittwoch, den 26. Juni 2024  

Indien Zu Gast

 


 

Sonntag, 23. Juni 2024, 17-18:30 Uhr

Von Licht und Schatten: Südasiatische Tänzerinnen in der deutschen Fotografie, 1920-1938

Gastvortrag von PD Dr. phil. Isabella Schwaderer (Universität Erfurt)


 

Samstag, den 8. Juni 2024

Rajagopal, Niwano Friedenspreisträger kommt nach Köln!

Wie gelingt es, positive Kräfte zusammen zu führen?


Er ist Gründer von Ekta Parishad in Indien (1990 bis heute) einer Bewegung die in Indien vielen Menschen geholfen hat, ein Stückchen Land zu bekommen, um sich wieder selbst ernähren zu können.
Was können wir lernen? Hier spalten sich immer mehr Kräfte und dadurch verpufft viel Engagement im Kleinen und teile und herrsche funktioniert.

Am 8.6.2024 um 9:45 Uhr ist er in Köln, in die Matthäus Kirche in Lindenthal, Dürener Straße 83 / Ecke Herbert-Lewin-Straße.
Nach einer Einführung wollen wir gemeinsam das Gespräch suchen und dabei frühstücken. Die Veranstaltung endet um 12:45.

Bitte um Anmeldung bei:
Kurt.Luckhardt@gmail.com
Tel.: 0172 43 743 46
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Die Veranstaltung wird unterstützt von DFG-VK Köln, Attac Köln und der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V. Köln


 

Dienstag, den 05.03.24

Liebe Mitglieder und Freunde und Freundinnen der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V. Köln,

am 05.03.24 um 19:30 Uhr laden wir zu einem klassischen, indischen Konzert mit Hindol Deb + Shankh Lahiri ein.

 

 

2023


 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Freundinnen der DIG,

70 JAHRE DEUTSCH-INDISCHE GESELLSCHAFT,
LASSEN SIE UNS GEMEINSAM FEIERN!

Hier finden Sie die Einladung zu den Festveranstaltungen
EINLADUNG ZUR JHV   

Bitte teilen Sie den Veranstaltungslink!

WIR FREUEN UNS DARAUF, VIELE VON IHNEN/EUCH IN STUTTGART BEGRÜSSEN ZU DÜRFEN!

Herzliche Grüße aus der Bundesgeschäftsstelle!
Petra Hartmann        info@dig-ev.de


 

18.11.2023
Deepavali Kondatam

Die Mitglieder der Deutsch-Indischen Gesellschaft Köln feiern mit den Mitgliedern und Familien der Rhein Tamil Association
am 18.11.23 DIWALI – das Fest der Lichter.

Anmeldung&Reservierung unter:  https://www.rheintamils.de/diwali2023/

Wir freuen uns sehr, mit euch allen, das Lichterfest zu feiern.

Herzliche Grüßen, Ruth – für den gesamten Vorstand.


 

Ein Abend in Rajastan

Die Zweiggesellschaft DIG-Bonn lädt zu einer großartigen musikalisch-tänzerischen Show aus dem Wüstenstaat Rajasthan, am 12. November 23, herzlich ein.

 

 

 


 

Informationen zu den Workshops 2023

 

 

 

 


 

INDIENTAGE 2023 IN KÖLN-MÜLHEIM

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

 


INDIENTAGE 2023 IN KÖLN-MÜLHEIM

 

Liebe Freundinnen und Freunde indischer Kultur,

vom 06. bis 10. Juni ist die Deutsch-Indische Gesellschaft Köln e.V. zu Gast in Köln-Mülheim. Dank der Kooperationen mit dem Kulturbunker Köln-Mülheim e.V., dem Interkultur e.V. und der MüZe bespielen wir die Häuser an sechs Tagen mit indischer Kultur.
Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.


In diesem Jahr steht Dr. Ambedkar im Mittelpunkt der Veranstaltungen.
Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar (1891-1956), selbst Angehöriger einer Mahar-Gemeinschaft der Unberührbaren, die heute den Dalit zugerechnet wird, setzte sich in seiner ganzen politischen Karriere für die Rechte der Unberührbaren ein. Aus diesem Anlass beschäftigen sich Vorträge, ein Film und eine Performance mit der Dalit Thematik.

Mit der Eröffnung der Ausstellung am 6. Juni, um 17:30 Uhr und der Performance des Kollektivs „Kāhi Kaļenā“ beginnen die Indientage 2023. Inhaltlich vertieft wird das Thema der Ausstellung durch Vorträge von Dr. Julius Reubke und Dr. Sven Wortmann, sowie durch eine Filmvorführung und Diskussion mit Maja Meiners und Dr. Gajendran Ayyathurai.

Der Samstag, 10. Juni, wird zu einem rauschenden Fest der klassischen indischen Tänze. Sie haben die einzigartige Gelegenheit sich auf eine künstlerische Reise nach Indien zu begeben. Am Nachmittag werden Workshops für alle Altersgruppen von Isha Pandit und Vathsalan Rajan angeboten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen Neugierde, Freude am Entdecken und vor allem sehr viel Spass!
Indische Kultur in Köln-Mülheim - ein Event für Euch!

Ruth E. Heap für den Vorstand der Deutsch-Indischen Gesellschaft Köln e.V.

 

Ambedkar. Blick von Außen

Austellung von Frank Rogge, Olivier Graine und Niteen Gupte

 

07.06.2023 - 10.06.2023, 15:00-19:00 Uhr
Eröffnung am 06.06.2023, 18:00-19:00 Uhr
Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Straße 20, 51063 Köln
Kein Eintritt, Spenden sind willkommen.


Drei Künstler aus Köln positionieren sich mit ihren eigenen künstlerischen Mitteln zu B. R. Ambedkar, der am meisten portraitierten historischen Persönlichkeit im heutigen Indien.

Ambedkar (1891-1956) übte enormen politischen Einfluss aus als Vorsitzender des indischen Verfassungskomitees und den ersten Justizminister des neugegründeten indischen Staates sowie als Führer der ehemals Unberührbaren, woraus die Bewegung der Dalits hervorgegangen ist. Gegen sein Lebensende bekehrte er sich zum Buddhismus als Protest gegen die kastenspezifische Unterdrückung in der Hindu-Gesellschaft; ihm folgten Hunderttausende. Die Flut der Ambedkar-Bildnisse heute lässt dadurch erklären, dass die selbstbewussten Dalits und die sogenannten Neu-Buddhisten neue Vorbilder und Idole brauchen, und nun Ambedkar neben Buddha verehren.

Frank Rogge (Köln) setzt sein Ambedkar-Portrait in seinem eigentümlichen Malstil neben weitere 4 indische Persönlichkeiten. Olivier Graine (Köln-Paris) hat eine Bronze von Ambedkar geschaffen neben kleinen Medaillen von ihm und seiner ersten Ehefrau Ramabai. Niteen Gupte führte ein Projekt mit Dalitvereinen in Indien durch und stellte eine Edition von Graine’s Ambedkar-Medaillen her. Weitere Exponate in der Ausstellung zeigen den Stellenwert dieses Ambedkar-Projektes im Rahmen des Oeuvre der beteiligten Künstler.

Künstlergespräch am Freitag, 09.06.2023, 15.00 Uhr

Bhimrao Ramji Ambedkar (links) und Ramabai Ambedkar (rechts) von Olivier Graine, Köln 2017, Material: Ton

 

Sāṅgāycac āhe

Von Kāhi Kaļenā:

 

Dienstag, 06.06.2023, 19.30 Uhr
In der Ausstellung, Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Straße 20, 51063 Köln
Kein Eintritt, Spenden sind willkommen.


Sāṅgāycac āhe bedeutet auf Marathi: “Muss gesagt werden”. Vier Individuen wollen unbedingt etwas sagen, jedoch fehlt es an der Sprache und den Wörtern. So werden ihre

Körper selbst zum Kommunikationsmedium. Der Körper ist Speicher und Träger von soziokulturellen Informationen, die jeden Menschen zu seiner*ihrer eigenen Kultur machen. Die Fähigkeit, sich an eine spezifische Umgebung anzupassen, wird als zivilisiert-sein verstanden. Dieser Prozess kann reibungslos oder gewaltvoll verlaufen, und er kann sich in Sekunden vollziehen oder über Jahrhunderte hinweg dauern.

In Sāṅgāycac āhe wird dieser Prozess zu einer Kette von sich wiederholenden Ereignissen, erzählt aus den Perspektiven der verschiedenen Charaktere. Ihre Geschichten fügen sich zusammen, prallen aufeinander, beeinflussen sich gegenseitig und ignorieren einander. Sāṅgāycac āhe will nicht nur diesen Konflikt auf die Bühne bringen, sondern auch das Publikum in die Suche und Auseinandersetzung mit den eigenen Überzeugungen, Hintergründen und Positionen in der Gesellschaft einladen.

Dauer: ca. 70 min. plus Nachgespräch
Nähere Informationen zu der Performance: www.kahi-kalena.com

Kāhi Kaļenā ist ein indisch-deutsches Kollektiv und besteht aus:
Aishwarya Sangle, Mohini Gupte, Myriam Schmidt, Shivpranav Alavani, Oona Philomena Wächter, Sanket Bagul, Niteen Gupte, Greta Stauch, Kiwi Pohl

Sāṅgāycac āhe wird unterstützt von:
Landesverband Freier Theater in Niedersachsen e.V.

Und gefördert durch:
Stadt Hildesheim, Landschaftsverband Hildesheim, Friedrich Weinhagen Stiftung, Kulturbüro der Landeshauptstadt

 

Der Mensch Ambedkar

Dr. Karl-Julius Reubke

 

Mittwoch, 07. Juni 2023, 18:30 Uhr,
In der Ausstellung, Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Straße 20, 51063 Köln
Kein Eintritt, Spenden sind willkommen.

Dr. Bhimrao Ramji Ambedkar

Als ich in den 80er Jahren auf die ersten der Indien von da an überschwemmenden stereotypen Ambedkar-Statuen stieß, wollte ich wissen, wer der Herr im blauen Anzug, mit dicker Brille und einem Buch unterm Arm ist. Viel Anekdotisches schwirrt über ihn herum, auch zwei Biografien konnte ich auftreiben.

Eine Autobiographie hat Bimrao Sakpal, wie er bei seiner Geburt hieß, nicht verfasst, aber in einer langen Rede hat er (1943) gründlich darüber gesprochen, wie wichtig die Kenntnis großer Männer ist, die die Geschichte bewegten. Babasaheb, wie er verehrungsvoll genannt wird, hat die indische Geschichte bewegt und sein Einfluss in jüngster Zeit ist immer größer geworden.

Wie der in seiner Zeit und in seinem Land Alles und Alle überragende Mahatma Gandhi machte Bimrao eine große, kampfreiche Entwicklung durch, bis er zum Justizminister der neuen Indischen Republik und zum Vater der Indischen Konstitution wurde. Einige Streiflichter sollen in diesem Vortrag auf den weiten Weg eines großen Freiheitskämpfers im Schatten Gandhis geworfen werden.

Dr. Karl-Julius Reubke ist seit über 40 Jahren viel in Indien gereist. Seit 2000 begleitet er die Aktionen der Volksbewegung Ekta Parishad, dessen Gründer P.V. Rajagopal P.V. ist und am 11. Mai 2023 den NIWANO Friedenspreis erhält.

Er ist Verfasser der Bücher „Indien im Aufbruch“ und des großartigen Werkes „Struggles for Peace and Justice - India, Ekta Parishad and the Globalization of Solidarity“.

 

BREAKING BARRIERS

The Casteless Collective

 

D 2019, 69 Min.,
Original (Englisch/Tamil) mit englischen Untertiteln
Regie: Maja Meiners
Donnerstag, 08. Juni 2023, 18:00 Uhr,
Bürgerhaus MüZe, Interkultur e.V., Berliner Straße 77, 51063 Köln


The Casteless Collective´ ist eine Protestband aus Chennai in Südindien. Seit ihrer Gründung im Dezember 2017 spielt die 15-köpfige Band nun einen Mix aus der Folk Music-Form `Gaana´, die aus Chennais Slums kommt, gemischt mit modernen Musikstilen wie Rap und Rock. 

Das ist musikalisch neu und aufregend, und auch was die Texte erzählen, hört man so unverhüllt in Indien selten. Es sind Wahrheiten, mit denen sich die indische Gesellschaft ungern konfrontiert sieht. Es geht um soziale Ungleichheiten aller Art: Hauptsächlich um die Diskriminierung gegenüber InderInnen aus unteren Kasten, aber auch um den Status der Frau in der indischen Gesellschaft, sowie um die Situation von Homosexuellen und anderen marginalisierten Gruppen. Die Bandmitglieder selbst kommen zu großen Teilen aus der untersten Kaste der Dalits (früher: `Unberührbare´), und viele von ihnen sind in Slum-Gegenden aufgewachsen. 

Der Film zeigt, wie die junge Band spielerisch Stigmatisierungen aufzubrechen sucht und begleitet sie ein Stück auf ihrem Weg für eine indische Zukunft, in der eine freie kastenlose Mentalität zur möglichen Realität wird.


Nach dem Film stehen Dr. Gajendran Ayyathurai, Experte und Partner im Film, sowie die Regisseurin Maja Meiners, für weitere Informationen zur Verfügung.

Maja Meiners (34) lebt und arbeitet zurzeit in Köln als freie Jungregisseurin für Fernsehdokumentarfilm. „Breaking Barriers – The Casteless Collective“ war ihr erster Feature-Dokumentarfilm, den sie 2019 gegen Ende ihres Master-Studiums an der Uni Göttingen im Rahmen einer Feldstudie über die Protestband The Casteless Collective in Chennai drehte. Der Film lief später u.a. auf dem Sheffield Doc Fest.

 

 

Die Dalits in Indien: Befreit vom System, gefangen in Identität?

Dr. Sven Wortmann
Südasien- und Südostasien-Studien, Universität zu Köln

 

Freitag, 09. Juni 2023, 19 Uhr,
In der Ausstellung, Kulturbunker Köln-Mülheim e.V. Berliner Straße 20, 51063 Köln
Kein Eintritt, Spenden sind willkommen.


Dalits („die Zerschlagenen“) ist die Eigenbezeichnung derjenigen sozialen Gruppen, die in der südasiatischen Kastenordnung den niedersten Rang innehaben. Ihre amtliche Bezeichnung in Indien ist Scheduled Casts. In ganz Indien stellen die Dalits 16,6% und im Bundesstaat Tamil Nadu 20% der Bevölkerung. Trotz Affirmative Action und dem juristischen Verbot der Kastendiskriminierung seitens der indischen Regierung leiden Dalits noch immer unter vielfacher Diskriminierung. Laut einiger Soziologen haben der juristische und politische Kampf gegen das Kastensystem die Kastenidentitäten sogar gestärkt.

In meinem Beitrag möchte ich zunächst das südasiatische System der Stände (varṇa) und Kasten (jāti) als erbliche Berufsgruppen unterschiedlicher ritueller Reinheit darstellen. Die soziale Situation der Dalits in Indien wird unter besonderer Berücksichtigung des Bundesstaates Tamil Nadu und anhand von Auszügen aus der Dalit-Literatur vorgestellt. Zudem werden Einblicke in die politische Geschichte Tamil Nadus gegeben, die – unter der sogenannten „Dravidischen Bewegung“ – besonders durch das Streben nach sozialer Gerechtigkeit für marginalisierte soziale Gruppen und Frauen geprägt ist.

Dr. Sven Wortmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Südasien- und Südostasien-Studien der Universität zu Köln. Er hat Indologie und Religionswissenschaft studiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fremdsprachendidaktik für Tamil, indische Religionsgeschichte und Tamil-Nationalismus.

 

Kathak Workshop für Erwachsene mit Isha Pandit

 

Samstag, 10.06.2023, 13.00 bis 15.00 Uhr
Bürgerhaus MüZe, Berliner Straße 77, 51063 Köln
Teilnahmegebühr: 20,00 Euro
Maximal 20 Teilnehmer*innen

Anmeldung: Workshop1@digkoeln.de

 

Isha Pandit lädt mit ihrem Tanzworkshop zu einer Reise in die Welt des nordindischen klassischen Tanzes, Kathak, ein. Auf interaktive Art und Weise lernt ihr im Workshop die klassischen Handfiguren (Mudras) kennen. Zudem werdet ihr auch mit Handbewegungen und Fußarbeit im Kathak vertraut gemacht. Ihr bekommt dabei die Gelegenheit, in die musikalische Welt der grundlegenden indischen klassischen Rhythmen (Talas) einzutauchen.

Bereits mit fünf Jahren begann Isha Pandit, die Kathak-Tänzerin aus Mumbai, mit ihrer Tanzausbildung. Ihre Lehrerinnen waren ihre Mutter Dr. Varada Pandit und Manasi Deshpande, beide Schülerinnen der Kathak-Meisterin Shama Bhate. Als Performerin und Tanzlehrerin ist Isha in Deutschland gefragt. An mehreren Orten Deutschlands hat Isha ihre Tanzworkshops angeboten, u.a. am Mehrgenerationenhaus Heidelberg.

 

Workshop-Sprachen: Deutsch und Englisch

 

Bharatanatyam Workshop für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren mit Vathsalan Rajan


Samstag, 10.06.2023, 13.00 bis 15.00 Uhr
Bürgerhaus MüZe, Berliner Straße 77, 51063 Köln
Teilnahmegebühr: 15,00 Euro
Maximal 15 Teilnehmer*innen

Anmeldung: Workshop2@digkoeln.de

 

Die südindische Tanzkunst Bharata Natyam ist bekannt für die komplexen rhythmischen Bewegungen der Augen, Hände und Beine. Dabei erzählen die tanzenden Personen auch Geschichten aus der altindischen Sagen- und Märchenwelt. Sie setzen ihre Hände ein, um Tiere oder Menschen darzustellen, und ihre Mimik, um Emotionen auszudrücken. Oft bedienen sie sich bestimmter Gestiken, die sich über viele Jahrhunderte entwickelt haben und allen Tanzstudierenden beigebracht werden.

In diesem Workshop gibt Vathsalan Rajan eine kleine Einführung in diese Welt des Geschichtenerzählens. Die Teilnehmenden (ab 10 Jahre) brauchen keine Vorerfahrung in Tanz oder Theater, sondern nur Interesse und Offenheit. Getanzt wird in Socken oder barfuß.

Workshop-Sprachen: Deutsch und Englisch

 

Kaleidoskop

Universum klassischer indischer Tänze

 

Samstag, 10.06.2023, 17.00 Uhr
Bürgerhaus MüZe, Berliner Straße 77, 51063 Köln
Eintritt: 12 Euro (ermäßigt 10 Euro)

Reservierung: tanz@digkoeln.de

 

Entdecken Sie das Universum der klassischen indischen Tänze. Wir nehmen Sie mit auf eine künstlerische Reise durch Indien. Lernen Sie Kathak aus dem Norden, Odissi aus dem Osten, Bharatanatyam aus Südost- und Mohiniyattam aus Südwestindien kennen. Neun Kölner Tänzer*innen und eine Gasttänzerin aus Kalkutta, Indien, bringen diese unterschiedlichen klassischen Tänze in einer abwechslungsreichen Show zusammen.

Von und mit:

Akeli, Amsana & Prana Moorthy, Dhanashri Jigjinni & Sandra Jasmin, Isha Pandit, Laxsana Tharmabalan & Vathsalan Rajan, Reena Pathrose, Shivani Karmarkar Schürfeld, Supriya Chatterjee

Achtung: Begrenzte Zuschauerzahl, bitte reservieren Sie Ihr Ticket frühzeitig.

 

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